Anfang Januar stehen wir im spanischen Tarifa am südlichsten Punkt des europäischen Festlandes und lassen uns den Wind um die Nase wehen. Hier, wo sich Mittelmeer und Atlantik berühren, fängt unsere Reise an. Wir schauen nach Norden, unserer Reiserichtung für die nächsten 10 Monate. Im Oktober, so der Plan, werden wir am nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes stehen, dem Nordkap in Norwegen.
Vor uns liegen vier Jahreszeiten, sieben Länder, sechs Fremdsprachen, vier Währungen. Das wissen wir. Wie wir dorthin kommen, wissen wir nicht. Von Tarifa bis zum Nordkap gibt es keinen etablierten Trail. Unsere Route entsteht unterwegs aus Pilger-, Kurz- und Fernwanderwegen sowie spontanen Entscheidungen. Wetter, Landschaft und unsere eigenen Interessen bestimmen den Weg – nicht Reiseführer oder feste Etappenpläne.

Es geht um weit mehr als Kilometer. Wir nehmen euch mit auf eine spontane, individuelle Reise durch ein grenzenloses Europa. Erlebt mit uns, wie sich die Lebensweise unserer Nachbarn und die Natur in Schrittgeschwindigkeit verändert und sie mit jedem Tag mehr zu einem Teil unserer Selbst wird.
Es geht um die besondere Zufriedenheit dieses einfachen, fordernden Alltags, in dem das gesamte Leben in den Rucksack passt. Um das Loslassen von Kontrolle, das Vertrauen in den nächsten Schritt und in den Trail selbst.
Werdet Teil ungeahnter Gastfreundlichkeit, kurioser Schlafplätze und Trailfreundschaften. Aber auch von den großen und kleinen Herausforderungen, die auf jedem long distance hike auftreten können: Wetterwidrigkeiten, defekte Ausrüstung, körperliche Probleme.
Und je weiter wir nach Norden kommen, desto drängender wird die zentrale Frage: können wir das Nordkap erreichen, bevor der Winter uns stoppt?

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